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St. Peter-Ording mit dem Wohnmobil: Strandparken, Übernachten, Tipps

Mit dem Camper auf den Strand von St. Peter-Ording: was erlaubt ist, wo du übernachtest, wie du dich nicht festfährst – und unsere Lieblingstipps vor Ort.

Sankt Peter-Ording mit dem Wohnmobil – alles anders? · Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen. Direkt bei YouTube ansehen

St. Peter-Ording, kurz SPO, hat einen der schönsten Strände Deutschlands: rund 12 Kilometer lang und an manchen Stellen bis zu 2 Kilometer breit. Die größte Sandkiste des Landes. Und das Beste für uns Camper: Du darfst mit dem Fahrzeug auf den Strand fahren. Wir sind fast jedes Jahr dort, oft mehrmals – auch wenn es von Bayern aus über 1.000 Kilometer sind.

Strandparken ja, Campen nein

Das größte Missverständnis zuerst: Am Strand von SPO campen darfst du nicht. Du darfst tagsüber parken. Deshalb heißt es auch Strandparken.

  • Tagsüber: Auffahrt auf den Strand gegen eine Tagesgebühr, dazu kommt die Kurabgabe pro Person. Die aktuellen Preise und Zeiten stehen bei der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording.
  • Nachts: Übernachten am Strand ist verboten und wird kontrolliert – in der Saison praktisch jeden Morgen, mit einem empfindlichen Bußgeld.

Es ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich: Bei Springflut oder Sturmflut kann das Wasser bis an die Dünen kommen. Wer nachts davon überrascht wird, kommt oft nicht mehr rechtzeitig weg, und das Salzwasser richtet am Fahrzeug großen Schaden an. Dazu kommt der Naturschutz: Dünen und Salzwiesen sind Lebensraum vieler geschützter Tiere. Dass wir überhaupt noch auf den Strand fahren dürfen, ist ein Privileg.

Deshalb meine Bitte: Haltet euch an die Regeln und übernachtet nicht am Strand.

Wo übernachten?

In und um SPO gibt es mehrere Campingplätze und Wohnmobilstellplätze, viele davon nur ein bis zwei Kilometer von den Strandauffahrten entfernt. Wir stehen meist auf dem Camping SPO („bei Udo“) – nicht der schönste Platz, aber sympathisch, unaufgeregt und ideal gelegen für den Wechsel zwischen Strand am Tag und Platz in der Nacht. Gut zu wissen: Einige Plätze bieten genau dieses Modell an – tagsüber an den Strand, abends zurück.

In der Hauptsaison solltest du reservieren.

Nicht festfahren – oder richtig vorbereitet sein

Sich im Sand festzufahren, ist keine Schande, sondern in SPO fast normal. Ein paar Dinge solltest du vorher wissen:

  1. Wo ist die Abschleppöse – und wo wird sie eingeschraubt? Im Notfall muss es schnell gehen.
  2. Wie schaltest du ESP bzw. die Traktionskontrolle aus? Mit aktivem ESP gräbst du dich oft nur tiefer ein.
  3. Langsam, gleichmäßig, nicht stehen bleiben auf weichem Sand, keine abrupten Lenkbewegungen.
  4. Sandbleche kosten nicht die Welt und helfen dir und deinen Nachbarn.
  5. Salzwasserpfützen nicht durchrasen. Das Salz kriecht in jede Ritze und fördert Rost. Nach dem Strandtag lohnt eine Unterbodenwäsche.
  6. Ein paar kalte Getränke für die, die dich rausziehen. Ehrensache.

Die Strände

  • Ording: der Surferstrand. Viel Action, Kite- und Windsurfer, gute Restaurants mit Blick aufs Wasser.
  • Böhl: etwas ruhiger, ebenfalls mit dem Fahrzeug befahrbar.
  • Bad: der touristische Strand im Ort mit Seebrücke.

Unsere Tipps vor Ort

  • Spaziergang zur Aussichtsdüne Maleens Knoll
  • Kaffee und Kuchen im Strandhaus am Strandweg bzw. am Strandfutter-Wagen davor – für uns der beste Kuchen in SPO
  • Ein Drink in der Bar im Beach Motel
  • Strandbar 54° Nord zum Essen mit Blick aufs Meer
  • Mit Kindern: das Spielhaus an der Promenade mit seiner langen Rutsche
  • Und einfach am Strand entlanglaufen und die Fahrzeuge anschauen: vom Expeditionsmobil bis zum Rockabilly-Wohnwagen ist alles dabei.
Strandparken in Sankt Peter-Ording – Tipps und Tricks · Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen. Direkt bei YouTube ansehen

Wenn du Strandparken in Dänemark ausprobieren willst: Auf Rømø geht das auch – den Vergleich gibt es hier im Video.

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