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Wohnmobil winterfest machen – und im Frühling wieder fit

Wasser raus, Frostwächter, Batterie, Reifen, Gas: Die Checkliste für den Herbst und für den ersten Start nach dem Winter – kompakt und praxiserprobt.

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Das untrügliche Zeichen für den Winter: eine Pfütze unter dem Wohnmobil, die da nicht hingehört. Spätestens dann ist es Zeit, das Fahrzeug einzuwintern. Und im Frühling geht es in umgekehrter Reihenfolge wieder los. Hier sind beide Checklisten.

Im Herbst: winterfest machen

Wasseranlage – das Wichtigste

Gefrierendes Wasser ist der teuerste Winterschaden im Wohnmobil. Ein geplatzter Boiler oder eine gerissene Pumpe kostet schnell mehrere hundert Euro.

  1. Frischwassertank komplett entleeren.
  2. Alle Wasserhähne öffnen, Mischbatterien auf Mittelstellung.
  3. Boiler entleeren: Bei Truma-Combi-Heizungen öffnet das Frostwächter-Ventil bei Temperaturen um den Gefrierpunkt automatisch und lässt das Wasser ab. Öffne es zusätzlich von Hand, wenn du einwinterst.
  4. Wasserpumpe kurz laufen lassen, bis nichts mehr kommt – nicht trocken weiterlaufen lassen.
  5. Duschkopf, Schläuche und Filter ausbauen bzw. leeren, falls möglich.
  6. Abwassertank leeren und Ablassventil offen lassen.
  7. Toilettenkassette leeren, reinigen und offen trocknen lassen.

Basisfahrzeug

  • Reifen: Luftdruck leicht erhöhen, wenn das Fahrzeug lange steht – das beugt Standplatten vor. Alternativ das Fahrzeug ab und zu ein Stück bewegen.
  • Batterien: Starter- und Aufbaubatterie voll laden. Wenn kein Landstrom anliegt, Batterietrennschalter ziehen oder Verbraucher abklemmen. Lithium-Batterien möglichst mit 50 bis 80 % Ladung lagern, AGM voll.
  • Kraftstoff: Wer im Winter fährt, braucht Winterdiesel. Der ist an der Tankstelle ab Herbst Standard – ein Tank alter Sommerdiesel kann bei starkem Frost aber Probleme machen.
  • Frostschutz im Kühlwasser und in der Scheibenwaschanlage prüfen.

Wohnraum

  • Lebensmittel, Getränke und alles, was einfrieren oder schimmeln kann, raus.
  • Kühlschranktür einen Spalt offen lassen.
  • Polster hochstellen oder mitnehmen, Luftentfeuchter aufstellen, regelmäßig lüften.
  • Powerstations, Akkus und Elektronik bei Zimmertemperatur lagern, nicht im kalten Fahrzeug.

Im Frühling: fit für die erste Ausfahrt

Vor dem Start

  1. Außenkontrolle: Dach, Dichtungen, Fenster und Dachluken auf Risse und Undichtigkeiten prüfen. Feuchte Stellen innen sind ein Warnsignal.
  2. Reifen: Luftdruck nach Herstellerangabe, Profil und Alter prüfen. Wohnmobilreifen altern oft schneller, als sie sich abfahren.
  3. Batterien: Ladezustand prüfen, Trennschalter wieder einschalten.
  4. Licht und Bremsen: alle Leuchten testen, nach der Standzeit die ersten Bremsungen bewusst durchführen.
  5. Gasanlage: Schläuche und Regler auf Alter und Risse prüfen, Prüffristen im Blick behalten (Gasprüfung).
  6. Papiere: HU-Termin, Gasprüfung, Versicherung, Schutzbrief, Vignetten.

Wasser wieder in Betrieb nehmen

  1. Frostwächter-Ventil schließen, Hähne schließen.
  2. Frischwassertank reinigen. Nach der Standzeit lohnt eine Desinfektion mit einem Mittel für Trinkwassersysteme – nach Anleitung des Herstellers und anschließend gründlich spülen.
  3. Tank befüllen, Pumpe einschalten, Hähne nacheinander öffnen, bis keine Luft mehr kommt.
  4. Leitungen und Anschlüsse auf Tropfen prüfen.
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Heizung, Kühlschrank, Herd

Einmal alles in Betrieb nehmen, solange du noch zu Hause bist. Wenn die Truma einen Fehler meldet, ist das oft schnell behoben – mehr dazu im Artikel zu Fehler E517H an der Truma Combi.

Probefahrt

Eine kurze Runde um den Block zeigt, ob etwas klappert, quietscht oder vibriert. Lieber jetzt als auf dem Weg in den Urlaub.

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