Kein Wohnmobil kommt perfekt vom Werk. Nach etlichen Fahrzeugen habe ich eine ziemlich klare Liste, was ich als Erstes ändern würde – vom Bettlaken für ein paar Euro bis zum Autarkiepaket. Nicht alles davon braucht jeder. Nimm dir, was zu deiner Art zu reisen passt.
Die großen Upgrades
Autarkiepaket
Für mich die Nummer eins: Lithium-Batterie, Solar, Ladebooster und – je nach Bedarf – ein Wechselrichter. Damit bist du nicht mehr auf Landstrom angewiesen. Wie viel du davon brauchst, erkläre ich in Autark im Wohnmobil.
Kompressorkühlschrank statt Absorber
Ältere oder günstigere Fahrzeuge haben oft einen Absorberkühlschrank, der mit Gas oder 230 V gut, mit 12 V aber schlecht kühlt. Ein Kompressorkühlschrank kühlt zuverlässiger, auch bei Hitze, und arbeitet sparsam mit der Bordbatterie. Voraussetzung ist eine ausreichende Batterie.
Toilette: Clesana statt Kassette
Die Kassettentoilette ist bei uns rausgeflogen. Die Clesana verschweißt alles in Folie, Entsorgung geht über den normalen Restmüll, ohne Chemie und ohne Entsorgungsstation. Warum das für uns die beste Lösung ist, steht im Clesana-Artikel.
Navigation und Sound
Die Serienradios in Ducato und Co. sind eher „naja“. Ein Navi mit Wohnmobil-Profil (Höhe, Gewicht, Länge) erspart dir enge Gassen und zu niedrige Brücken. Und mit einem nachgerüsteten Soundsystem samt DSP klingt die Musik im Fahrerhaus endlich nach Musik – mehr dazu in Guter Klang im Wohnmobil.
Maxxfan statt Klimaanlage
Ein leistungsstarker Dachlüfter tauscht die Luft im Fahrzeug in kurzer Zeit aus und braucht nur einen Bruchteil des Stroms einer Klimaanlage. Für uns die bessere Lösung beim autarken Stehen – siehe Maxxfan als Klimaanlage.
Die kleinen Upgrades mit großer Wirkung
- Bettlaken nach Maß: Wohnmobilbetten haben selten Standardmaße. Maßgefertigte Spannbettlaken und Topper machen aus dem Bett ein echtes Bett.
- 5G-Router: stabiles WLAN für alle Geräte statt Handy-Hotspot. Siehe Internet im Wohnmobil.
- Magnetische LED-Leuchten mit Bewegungsmelder: in Schränken und Staufächern. Endlich sieht man, was hinten in der Ecke liegt.
- Airline-Schienen in der Heckgarage: Fahrräder, Kisten und Gepäck lassen sich sicher verzurren.
- Stauraumnetze: z. B. die KIIPER-Netze an Decke und Wänden – Platz, den man vorher nicht hatte.
- Ablage über dem Fahrerhaus: Fahrzeuge ohne Hochschrank über der Fahrerkabine bekommen mit einem Regal viel Platz für Jacken und Kleinkram.
- Robuste Sitzbezüge: Mit zwei Hunden an Bord waren Ledersitze keine gute Idee. Maßgefertigte Bezüge schützen und sehen besser aus.
- Stautaschen im Eingangsbereich: für Schlüssel, Taschenlampe, Hundeleinen.
- Folie und Klebefliesen in der Küche: Fronten neu folieren und Wände mit selbstklebenden Fliesen gestalten – günstig, wirkungsvoll und wieder rückbaubar.
Was ich mir sparen würde
Genauso wichtig wie gute Upgrades: Dinge, die man nicht braucht. Viel Camping-Zubehör löst Probleme, die man ohne das Zubehör gar nicht hätte. Mein Video dazu: Tausende Euro völlig umsonst ausgeben?